Pilzschau im Merseburger Südparkpavillon

Am 27. und 28. September lud die Merseburger Fachgruppe für Mykologie in den Merseburger Südparkpavillon ein. Dort stellten sie ihre selbst gesammelten Pilze aus. Wer Lust hatte, konnte eigene gefundene Exemplare analysieren lassen.

Bereits im Südpark wiesen Schilder darauf hin und man konnte den doch etwas versteckten Pavillon gut finden.

Ich warf natürlich auch einen Blick in den Pavillon, nachdem ich mir die in den Fenstern ausgestellten Fotografien angeschaut hatte. Leide muss ich zugeben, kein Pilzkenner zu sein. Inzwischen esse ich ja wenigstens welche. Mich hat jahrzehntelang Geschmack und Konsistenz nicht erreichen können. Zwischenzeitlich gehören Pilze regelmäßig zu meinem Speiseplan.

Da ich Zeit meines Lebens keine Pilze gesucht habe, mir Steinpilz, Fliegenpilz und Co. aus dem Lehrbuch bekannt sind, war ich natürlich neugierig, was mich hier erwarten würde.

Die Pilzfreunde der Merseburger Gruppe hatten seit Freitag ungefähr 300 verschiedene Pilzsorten gesammelt. Aber nicht nur Fundstücke aus dem Südpark, sondern auch aus dem Zeitzer Forst und dem Harz wurden hier ausgestellt.

Als ich die Runde ablief und mir anschaute, was so alles essbar, ungenießbar oder sogar giftig ist, trudelten immer mehr Pilzfreunde ein mit ein paar Exemplaren im Korb oder Körbchen. Auch diese stattliche Espen - Rotkappe war dabei.

Ich war einfach fasziniert, was es alles so gibt. Auch außergewöhnliche Sachen waren zu sehen: der sehr kleine Braungrüne Rötling, der große Riesenschirmpilz oder Vertreter, die man gar nicht zu den Pilzen zählen würde.

Bei einem Gespräch wurde ich informiert, dass regional die im Moment vorliegenden Bedingungen sehr unterschiedlich für das Wachstum sind. Die Ausbeute war für die Kenner nicht ganz so zufrieden stellend. Ich war dagegen reizüberflutet bei der Vielfalt.

Auch wenn die meisten Pilze essbar oder ungenießbar sein sollen und nur die wenigsten giftig oder gar tödlich sind, wie z.B. der Grüne Knollenblätterpilz, wird Pilze sammeln nicht zu eine meiner Leidenschaften werden, aber ich zolle meinen Respekt. Um Vergiftungen aus dem Weg zu gehen, sollte man sich aber wirklich Hilfe suchen.

Vor dem Verzehr daher unbedingt einen Fachmann oder auch Fachfrau zu Rate ziehen – jemanden der sich wirklich mit Pilzen auskennt.

Und für ein Späßchen waren unsere Merseburger Pilzfreunde auch noch zu haben. Es wurde einfach eine neue Spezies kreiert. Seeigelähnlich und grün war der Grüne Stachelstäubling. Dabei handelt es sich aber um keinen Pilz, sondern um die Frucht der Esskastanie. Diese Frucht kenne ich zwar, ist mir aber bei all den „komischen“ Sachen, die hier ausgestellt waren, gar nicht aufgefallen. Aber es zeigt mir am Ende deutlich, dass man nicht alles kennen, wissen und vor allem essen kann.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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