Historischer Bürstenmacher auf dem Müchelner Kartoffelmarkt 2014

Eigentlich hatte sich der Büstenmacher Herr Matthes aus Bernburg den schönen Künsten verschrieben, hatte als Opernsänger große Arien intoniert und sein Publikum verzaubert. Doch Anfang der neunziger Jahre, als viele Bühnen schlossen und Theaterleute weniger gefragt waren, beschloss er, sich fortan einer traditionellen Handwerkskunst zu widmen, die auszusterben droht.

Ein hochbetagter Freund und Bürstenmachermeister, der wenig später starb, weihte ihn in die Geheimnisse der Zunft ein und brachte ihm die alten Techniken bei. Seither lässt ihn diese Faszination nicht mehr los.

Weil sein kleines Geschäft in Bernburg nicht immer voller Kunden ist, bietet Matthes seine Waren regelmäßig auch auf Märkten oder Schlossfesten feil. So auch auf dem Müchelner Kartoffelmarkt. Der Stand vom Bürsten-Matthes nimmt einen regelrecht mit auf eine Zeitreise. Der Bernburger Michael Matthes, nach eigenen Worten Deutschlands letzter historischer Bürstenmacher, hat am 3. Oktober wieder ausführlich beraten und zahlreiche Fragen beantwortet, dies macht ihn aus und ist eigentlich der Einkaufsservice, bzw. –beratung die man sich wünscht.

Das Rosshaar und die Schweineborsten haben es ihm angetan. Bei ihm kann man alles kaufen was mit Rosshaar, Schweineborsten oder Dachshaaren gepecht ist. Da gibt es die kleine Zahnbürste ebenso wie den riesengroßen Saalbesen, der 80 Zentimeter breit ist.

Redaktion: Jürgen Krohn

Quellen: MZ, Supersonntag, Page Bürstenmacher

Fotos: Jürgen Krohn

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