Der Kommentar zur 1. Merseburger Museumsnacht

Die 1. Museumsnacht in Merseburg wurde zur Nacht der Museen in der Innenstadt. Sie wurde von den Besuchern zu einer Veranstaltung der kurzen Wege, denn die außerhalb des Stadtzentrums liegenden Museen, wie das Luftfahrt- und Technikmuseum und das Chemiemuseum, wurden trotz oder gerade wegen des Bus-Shuttles, nicht entsprechend angenommen. Ein Shuttle Abstand von 1 Stunde ist bei einer 4 Stundenveranstaltung einfach zu groß, den hätte man besser auf mindestens 30 Minuten reduzieren sollen.

Die Ankündigung des Luftfahrt- und Technikmuseums, man solle bei einem Besuch mindestens 2 Stunden einkalkulieren, schreckte wohl auch viele davon ab sich über die Trennungslinie B91 hinaus zu bewegen. Denn das Ziel der meisten Besucher lag darin viele der angebotenen Museen und Galerien zu besuchen. Dazu bot sich die Innenstadt viel besser an.

Man sollte überlegen den Zeitraum der Museumsnacht zu verlängern, so wäre es sicherlich vorteilhaft schon um 18 Uhr alle Örtlichkeiten zu öffnen und frühestens um 24 Uhr zu schließen, damit hätten die Besucher 6 Stunden Zeit für ihre nächtlichen Besuche. Zudem sollte noch mehr bei dieser Veranstaltung am Event Charakter gearbeitet werden und den Gästen mehr Möglichkeiten zum Ausruhen angeboten werden. Biergarnituren laden gerade nicht zum Verweilen ein, hier sollten bequemere Lösungen her um dem Körper doch ein gewisses Maß an Entspannung von den nächtlichen Sparziergängen zu bieten. Evtl. könnte man auch die Gaststätten in der Innenstadt gezielt dazu einbinden. Auch die Überlegung eines Zusammenführens der Kneipennacht mit der Museumsnacht wäre eine Überlegung wert.

Auf jeden Fall hat die Museumsnacht in Merseburg noch so richtig Potenzial, das unbedingt genutzt werden sollte!

Readakteur: Jürgen Krohn

Fotos: Christin Janke

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!