Kellerführung im Kunsthaus Tiefer Keller zur Merseburger Museumsnacht

Wie an den meisten Stationen der Museumsnacht, gab es auch hier eine musikalische Untermalung des Programms. Mit Gitarre und Saxophon wurde den Leuten Swingmusik geboten. 

Über eine steile Treppe ging es einige Meter nach unten. Da im Mittelalter die Menschen etwas kleiner waren als wir heute, mussten einige doch sehr auf den Kopf achten um nirgends anzustoßen.

Unten angekommen gab es erst einmal einige allgemeine Informationen über Bau, Entstehung und technische Details. Interessant war auch das diese Mittelalterliche „Klimaanlage“, wie man den Keller mit gutem Gewissen nennen kann, noch heute funktioniert.

Auf einer Karte ist dargestellt, welche immensen Ausmaße die Kelleranlagen haben und was davon noch existiert bzw. was freigelegt und zugänglich ist.

Kunst im Keller

Die Kelleranlage wird auch von Künstlern genutzt um ihre Kunstwerke zu präsentieren. Einige Beispiele dafür sollen hier stellvertretend für alle dargestellt werden.


Da die Keller in zwei Etagen angelegt wurden, müssen auch noch einige weitere Treppen passiert werden. Zu jedem einzelnen Kellergewölbe gibt es noch einmalspezielle Erläuterungen.

Die obere Kellerebene liegt teilweise nur wenig unter dem heutigen Erdboden. Früher waren über den Kellern Häuser errichtet. Die Nutzung erfolgte in erster Linie als Lager für Lebensmittel und Bier, was im Mittelalter ja auch als Lebensmittel galt.

 Aber auch Brunnen waren in die Keller eingebaut, welche teilweise sogar durch die Kellerdecke vom Haus aus genutzt werden konnten.

Zum Schluss der Führung wurde an Hand einer Schalung, wie sie früher verwendet wurde, erläutert wie die Keller errichtet wurden. Die meisten der Keller sind leider nicht mehr zugänglich bzw. wurden nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Schutt der zerbombten Häuser verfüllt. Ein Blick durch eine Seitentür lässt erahnen, welcher Aufwand hier bisher getrieben werden musste, um die Keller in den jetzigen Zustand zu versetzen. Da wartet noch eine Menge Arbeit.

Text und Fotos: H. Recknagel

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