Ausstellungseröffnung im Luftschutzbunker Krumpa

Am Sonnabend dem 10. Mai 2014 eröffnete die Ausstellung, anlässlich des 70. Jahrestages der Alliierten Treibstoff-Offensive, im wieder zugänglich gemachten Bunker Krumpa ihre Pforten. Die Initiatoren, Matthias Koch, Udo Pfeffer und Stephan Rolf Schilling haben keine Mühen gescheut, trotz Zeitdruck die Ausstellung pünktlich eröffnen zu können. Man kann klar feststellen, der Bunker und die Ausstellung ist eine geschichtliche und touristische Bereicherung für unsere Region.


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Von nun an, kann die Ausstellung bzw. der Bunker jeden 2. und 4. Sonntag im Monat besucht werden. Der „Salzgitterbunker“, hiermit wird der Bautyp des Bunkers bezeichnet, wurde noch in der DDR-Zeit als Werkzeuglager genutzt und mit einem Ausgabefenster versehen, welches inzwischen aber zugemauert wurde. Hier ist auch deutlich die Wandstärke dieses Bauwerkes gut ersichtlich.

Welcher Aufwand dafür getrieben werden musste, kann man sich vorstellen, wenn man sich die beiden Sprengversuche an der Straßenseite betrachtet. Deutlich sind noch die Bohrlöcher für die Sprengladungen zu erkennen, und den relativ geringen Schaden der erzielt wurde.

Mittlerweile hat der Zahn der Zeit aber doch schon etwas am Gebäude genagt. Wasser, Frost und Baumwurzeln haben dem 70 Jahre alten Beton des Bunkers doch schon ein wenig zugesetzt. Auch kleine Tropfsteine sind inzwischen entstanden.

Trotz der enormen Wand- und Deckendicke waren solche Bunker keineswegs 100 % sicher. Erhielt ein solcher Bunker einen Volltreffer, so konnte er doch sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Treffer durch eine Bombe wie den „Tallboy“ hätte ihn völlig zerstören können. Die Reste einer solchen Bombe sind nur wenige Meter vom Bunker als Mahnmal aufgestellt.


Am Eröffnungstag konnten die Besucher noch an einem Vortrag (mit anschließender Fragestunde) durch den Gastreferenten Michael Foedrowitz teilnehmen. Er veröffentlichte bereits mehrere Publikationen zum Thema Alliierte Treibstoff-Offensive, welche zum Ende auch käuflich erworben werden konnten.

Weitere interessante und gut aufgearbeitete geschichtliche Fakten finden Sie zum Themenbereich auf der Internetseite http://www.dasgeiseltal.de

Redaktions-Tipp: Der neue Museumsbunker weckt natürlich auch Gedanken zu und über eine effektive Museumslandschaft-Geiseltal, die auf die Bedürfnisse der neu entstehenden Tourismusregion auch mit ausgerichtet ist. Die Redaktion von der touristischen Bürgerinformation Wassertrumland-Magazin hat sich dazu interessante Gedanken gemacht, lesen Sie diese doch bitte hier.

Text und Fotos: H. Recknagel

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!