Abstecher in die Willi Sitte Galerie zur 1. Merseburger Museumsnacht

Wie die Redakteure beobachten konnten, wurde kurz vor Eröffung die geistliche Seele des Herrn W. Sitte wieder in die Ausstellung zurückgebracht, was an deutlichen Schwingungen zu spüren war.

Zum Abschluss unserer Museumsnacht in Merseburg 2014 machten wir noch einen Abstecher in die Willi Sitte Galerie, die Bilder des 2013 verstorbenen Malers und Grafikers aus seiner Schaffensperiode von 1960 bis 2000 zeigen. Da ich persönlich auch nur die bekannten großformatigen Arbeiterbilder aus dem Kunstunterricht kenne, war ich schon erstaunt, welche Facetten von seinem Schaffen zu sehen waren.


Auch hier haben wir wieder den erotischen Aspekt zu sehen bekommen, aber auch sehr politische Werke, die gerade in der jetzigen Zeit thematisch nicht an Aktualität verloren haben. Besonders haben mich beeindruckt „Nichts dazu gelernt“ von 1978, „Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und Freiheit“ von 1974 und  „Wiederbelebungsversuche“ zu: Gefahren der manipulierten Vergesslichkeit von 1978.


Eine Sonderausstellung mit Werken des Künstlers Alex Bär im Rahmen der Willi Sitte Galerie sollten den Abend abrunden. Auch die ausliegenden Hinweise, die mir bei der Betrachtung der Bilder hilfreich sein sollten, brachten mir diese Gemälde nicht wirklich näher.

"Heimsuchung" Heimgesucht, denn es ist nicht mehr ein Heim. Ohne Heim, heim los, Heimat los. Seit der Invasion des Trampeltiers. Niedergetrampelt links das Heim, rechts der Heimgesuchten blindes Schauen, stummer Schrei. - Hinweise zur Betrachtung

„Grosse Liegende“ Gross liegt sie, die Liegende von links nach rechts, von oben nach unten, von hell nach dunkel gross. Ein Strumpfband, eine Brust. Lust?

Bevor wir den Heimweg antraten, lauschten wir noch den Klängen des Keyborders „Wolfgang „Paule“ Fuchs aus Berlin, der 2009 die Komposition „Gemälde einer Vernissage“ zu Gemälden von Willi Sitte schuf.

Der Blick von oben nach unten......

Live Rdakteurin: Kathleen Brehme

Fotos: Christin Janke, Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!