Das Atelier von Willi Sitte in Merseburg

Man wollte bei der 10. Jahresausstellung die Nähe zum Künstler herstellen. Durch die aufgestellte Sitzgruppe und den hergerichteten Arbeitsbereich ist das mit Sicherheit sehr gut gelungen. Dort konnte man sehen, was ihn bei seinem Schaffen über viele Jahre begleitet hat.

Man hatte das Gefühl, Willi Sitte hatte gerade mal schnell den Raum verlassen, so präsent war er. Neben den gezeigten Werken, befanden sich auch selten zu sehende Selbstporträts.

Anhand von Fotos wurde ein Raum fast identisch rekonstruiert. Regale und Möbel wurden ähnlich wie bei ihm zu Hause aufgestellt. Dafür wurden die Bücher aus den Regalen akribisch nummeriert und wieder einsortiert. Sie stellen eine wahre Fundgrube für an Kunstgeschichte Interessierte dar. Ausgelegte Kopien von seinem Haus sollen die Lebendigkeit herstellen.

Ein Gestalterehepaar von der Burg Giebichenstein stellte sich dieser großen Aufgabe, wobei sogar ein Teil des Fußbodenbelages und Teppich aus dem Atelier verwendet worden sind, um die Authentizität zu unterstreichen

Und wenn man sich dort dann einfach nur in eine Ecke gesetzt und den Gesprächen gelauscht hat, konnte man den Unterhaltungen von Freunden, Bekannten oder Künstlerkollegen zuhören und sehen, wie Emotionen, Erinnerungen, Erlebnisse und Begegnungen in eben diesem Atelier wieder lebendig wurden, wie man hier Kaffee, guter Rotwein oder  Grappa getrunken hat.

Man hat sich förmlich in dieser Sitzecke mit Willi Sitte gesehen. Selbst der künstlerische Bereich, bestückt mit Staffelei, Pinseln, Farben und allerlei Zubehör rief Entzücken hervor: Weißt du noch, damals … ?

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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