„Die Seele des Architekten“ - Malerei und Zeichnungen von Valentin Magaro

In der Merseburger Willi – Sitte – Galerie eröffnete am 24. Januar der Stadtratsvorsitzender Hans - Hubert Werner die 1. Ausstellung in diesem Jahr. Es war der Auftakt einer Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen, denn  die Willi – Sitte – Galerie feiert ihr 10-jähriges Bestehen.

Der Schweizer Künstler Valentin Magaro präsentiert in „Die Seele des Architekten“ Malerei und Zeichnungen. Durch die Kulturstiftung des Kantons Thurgau und die Saalesparkasse wurde diese Ausstellung großzügig unterstützt.

In 14 Tagen wird der Künstler die neue Ausstellung "Willi Sitte - eine Retrospektive" eröffnen. Wir dürfen gespannt sein.

Für die musikalische Umrahmung an diesem Vormittag sorgte Eckart Gleim mit seinen ungewöhnlichen Kompositionen.

Unter den Gästen dieser Vernissage waren Malerkollegen und viele, die hier selbst schon ausgestellt haben wie Dieter Weidenbach und Klaus Friedrich Messerschmidt.

Von 1992 bis 1996 besuchte Valentin Magaro  renommierte Schulen in Zürich. Zwischenzeitlich beteiligte er sich an zahlreichen Einzel- und Gruppen-ausstellungen.

Obwohl im Obergeschoss noch die Umbauarbeiten zur neuen Ausstellung mit Werken von Willi Sitte im vollen Gange sind, wünschte uns Hans - Hubert Werner uns ganz viel Sehvergnügen. Er bedankte sich in diesem Rahmen auch noch recht herzlich bei der Laudatorin Christin Müller-Wenzel, den Mitarbeitern des Hauses und der Kulturstiftung des Kantons Thurgau.

Die Laudatio zur Ausstellung „Die Seele des Architekten“ - Malerei und Zeichnungen von Valentin Magaro wurde von der Kunstwissenschaftlerin Christin Müller-Wenzel gehalten.

 

Mit der Rationalität eines Architekten realisiert Valentin Magaro seine Bildideen. Dabei setzt er sich mit dem Wesen Mensch und dem mentalen physischen Sein auseinander.

 

Die Komplexität von menschlicher Seele und dem Geist eines Menschen war schon für viele andere Anlass, sich diesem Thema zu widmen. Die Seele, ein hybrider Inbegriff, gibt Anlass zur Frage: Wie gehen Künstler unserer Zeit mit diesem Thema um?

 

Gentechnik, Klimawandel, Atomgau, Flüchtlingswelle u.v.a.m. müsste uns Menschen doch eine völlig neue und andere Sicht auf die Dinge und die Natur geben. Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die bildende Kunst hinterfragt diese komplexe Thematik.

Bildideen schöpft der Künstler aus Rationalem. Am Ende werden Traum und Wirklichkeit durch verschiedene Kontraste, die durch Farbe und Symbolik erzeugt werden, nüchtern dargestellt. Daraus ergeben sich verschiedene Ebenen.

 

Die surrealistischen Darstellungen fordern somit die Wahrnehmung des Betrachters. Das Zusammenspiel von Mensch und Technik, Natur und Wissenschaft, Vergangenheit und Zukunft, Privates und Öffentliches, Äußeres und Innes wird auf verschiedenen Raum- und Zeitebenen verknüpft.

 

Diese Bilder üben einerseits Faszination, andererseits aber auch Irritation aus. Bevor wir nun die Gelegenheit hatten, die Werke von Valentin Magaro in Augenschein zu nehmen, gab uns Christin Müller-Wenzel noch folgende Worte mit auf den Weg: Beginnen Sie zu träumen, aber auch zu schmunzeln!

 

Noch bis zum 15. April 2016 kann man diese Ausstellung in der Willi - Sitte - Galerie besuchen.

Redaktion:  Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos:  Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!