"Textilkunst und Malerei" von Wang Lan aus Shanghai in der Willi - Sitte - Galerie

Am 24. August 2016 eröffnete Wang Lan ihre Ausstellung „Malerei und Textilkunst“. Die aus Shanghai stammende Künstlerin wurde dabei von der Grabau - Stiftung Halle und dem Förderkreis Willi - Sitte - Galerie e.V. unterstützt. Dabei handelt es sich um ihre 6. Einzel – und 20. Gruppenausstellung.

In den 80-er Jahren studierte Wang Lan Malerei und Textilgestaltung in China  und in den späten 90-ern Textilgestaltung und Modedesign in Deutschland.

Michael Finger, Vorsitzender des Förderkreis Willi - Sitte - Galerie e.V., eröffnete diese Vernissage. Er selbst hatte die Künstlerin und Modedesignerin vor 3 Jahren bei einer Ausstellung im Fasanenschlösschen bei Dresden kennen gelernt.

Die Einführung in die Arbeiten von Wang Lan übernahm Dr. Klaas Ruitenbeeck, einem profunden Kenner diese Kunst. Sie ist als eine Künstlerin zwischen den Welten zu sehen.

Für ein sehr gutes Rahmenprogramm sorgte ein dreiköpfiges Ensemble mit typischen chinesischen Instrumenten - Bambusflöte, Pipa und Sanxian, welches nicht nur sehr gut spielte sondern durchaus liebreizend anzuschauen war.

Im Licht durchfluteten Eingangsbereich fand man Lichtkunstwerke vor, die ihren Effekt hier zwar nicht entfalten konnten, da sie eher für dunklere Räume geschaffen sind, waren sie trotzdem schon anzuschauen.

Diese Ausstellung war in verschiedene Bereiche gegliedert, welches die räumlichen Möglichkeiten der Willi - Sitte - Galerie hergaben. 

In einem Bereich waren verschiedene Tuschemalereien zusehen, welche Frauen mit Tieren aber auch Teetöpfe und - schalen darstellten. Tee gilt im asiatischen Bereich als eine Kostbarkeit und diese genießt man. Teegenuss wird richtig in einer Zeremonie zelebriert.

Weiter findet man großformatige Ölbilder mit verschiedensten Frauen in provozierenden Positionen vor. Die Stimmung reicht von fröhlich bis melancholisch.

Gestickte bunte Bilder, die verschiedene Techniken variieren, zeigen Motive der asiatischen Mythologie u.a. Vögel, Drachen oder Büffel, die auch die harte Arbeit in der tiefen chinesischen Ebene darstellt.

Im letzten Raum wird eine Frau gezeigt, die gefangen im eigenen Zimmer ist. Passender hätte man es gar nicht wählen können. Hierbei werden Textilien und Malerei gemischt. Die melancholisch anmutende Stimmung kam beim Rundgang mit der Künstlerin gar nicht mehr zum tragen, denn ihrem charmanten Lächeln konnte keiner widerstehen.

Diese angewandten Techniken kann man sich nur durch jahrelange Übung aneignen. Wang Lans Arbeiten kennzeichnen sich durch Optimismus, viel Tiefe, aber auch durch Melancholie aus, was sicherlich ihr eigenes Wesen widerspiegelt.

Am Ende der Vernissage bedankte man sich bei allen Akteuren, Sponsoren und fleißigen Helfern. Selbst ich konnte am Donnerstag davor noch zusehen, wie hier fleißig gewerkelt und die Arbeiten gehängt worden sind.

Nach der Vernissage hatte man die Möglichkeit, der Künstlerin Wang Lan einmal über die Schulter schauen. Sie zeigte uns einige Beispiele für ihr kalligrafisches können. Den Bericht dazu finden Sie hier.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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