Das Planetarium in der Museumsnacht

An diesem Abend hatten die Mitglieder des Vereins „Sternfreunde Planetarium Merseburg e.V.“ auch die Türen für die Besucher geöffnet.

Schon vor dem Rundbau am Gotthardteich waren zwei Teleskope aufgestellt, mit denen man einen Blick in den Sternenhimmel wagen konnte. Dort waren Beobachtungen am Himmelszelt möglich. Ich schaute mir den Jupiter dann mal aus der „Nähe“ an und konnte seinen verschiedenfarbigen Bänder sehen.

Im Planetarium selbst, welches einen Kuppeldurchmesser von 8 m aufweist, fanden mehrere halbstündige Vorführungen während dieser Museumsnacht statt.

Als wir gegen 21 Uhr vor Ort eintrafen, füllten sich die 50 Sitzplätze fast vollständig. Wie von Torsten Klepzig, sozusagen ein Kollege von der Astronomischen Station  Halle - Kanena, der eingesprungen ist, weil jemand aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen ist, zu hören war, konnte das Merseburger Planetarium über Zuspruch heute wirklich nicht klagen.

Bevor wir uns am Sternenhimmel orientierten und dabei wichtige Sternbilder kennen lernen konnten, erklärte uns Torsten Klepzig, dass es sich hier um einen modernisierten ZEISS ZKP1 - Projektor handelt.

Durch die Spezialprojektoren für das Sonnensystem, Satelliten und Sternbilder ist es möglich, den nördlichen Sternhimmel realistisch darzustellen. Im Laufe dieses Vortrages, der auch sehr gut für die hier anwesenden Kinder geeignet war, kam Torsten Klepzig nicht umhin, die Himmelsscheibe von Nebra ins Spiel zu bringen.

Diese Himmelsscheibe von Nebra wurde nicht nur als Diebesgut von Raubgräbern bekannt, sondern weil sie als die weltweit älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos gilt. Somit ist sie ein einzigartiges Zeugnis der Geschichte der Menschheit.

Auf der Reise durch den Tag hier im Planetarium lernten wir kennen, welche Beobachtungen wir zur Zeit am Sternenhimmel machen können.

Auf kindgerechte Art erklärte Torsten Klepzig sehr gut, welche Sagen und Geschichten es gibt, die zur Entstehung dieser Sternzeichen geführt haben und welche Vorgänge am Himmel zu beobachten sind.

Nicht nur die Kinder, die dann noch diesen Button von den Merseburger Sternenfreunden erhielten, schauten wie gebannt in den Sternenhimmel. So macht Lernen einfach Spaß. Und bei uns großen erholte sich dann die eine oder andere Gehirnzelle, weil man das eine oder andere schon einmal vor langer Zeit gehört hat. Manches sogar im letzten Jahrtausend!

Der einzige Unterschied bestand darin, dass die Kinder viel mehr Phantasie mitbrachten als wir Erwachsenen. Uns reichten ein paar Informationen – zack Sternbild erahnt. Die Kinder saugten alle Informationen zum den jeweiligen Sternzeichen auf und mit viel oh und ah hörte man dann immer: Ich kann es sehen. Du auch?

Das war ein Besuch, der sich wirklich gelohnt hat und gerne wiederholt werden kann, denn das ganze Jahr über werden thematisch verschiedene Vorträge gehalten. Mehr dazu finden Sie hier.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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