Peter Traub "Magische Orte in Mittel - deutschland" Lesung Braunsbedra

Am 7. September 2016 waren wieder viele Interessierte der Einladung zu einer Buchlesung gefolgt. Der Autor Peter Traub stelle sein Buch "Magische Orte in Mitteldeutschland" vor. Dabei handelt es sich um den ersten von drei Teilen. Die beiden anderen befassen sich dann später mit Sachsen und Thüringen.

Anfangs dacht ich: Noch ein Reiseführer. Aber schnell wurde ich eines besseren belehrt. Peter Traub hat sich zur Aufgabe gemacht, bekannte oder weniger bekannte Orte, die eine gewisse Magie ausstrahlen, ein jeder auf seine Art und Weise, zu bereisen und aus seiner Sicht zu beschreiben. 

Ihm gelingt es dabei, dass man das Gefühl hat, bei seinen Wanderungen durch den West - Harz und Sachsen - Anhalt dabei zu sein.

Historische Fakten werden dabei mit Legenden und Sagen der Region ausgeschmückt. Aber was macht diesen Reiseführer zu etwas besonderem? Ganz einfach, Peter Traub beschreibt alles, was er auf seinem Weg mit Augen, Ohren und Nase wahrnehmen kann. Blumen und andere Pflanzen werden erwähnt, ihr Aussehen und deren Duft werden dem Beobachter beschrieben.

Es steht ein reales Bild. Und wenn man an diesen Orten schon einmal war, hat man das Gefühl, dass man diesen Ort gerade erst verlassen hat.

Es wird zum Beispiel beschrieben, welche Beobachtungen man am Bahnsteig machen kann, wenn man in Drei Anne Hohne auf die Brockenbahn wartet. Gepäck steht zwischen den Reisenden, Kinder tollen umher, Menschen sind im Gespräch – all das ist Geschichte, wenn die Brockenbahn pfeifend signalisiert, dass sie im Anmarsch ist. Alle Blicke sind plötzlich auf das Bahngleis gerichtet und alle warten auf den Moment, bis die Bahn endlich zu sehen ist. Die Verzauberung versucht man dann irgendwie mit dem Fotoapparat einzufangen. 

Ilsenburg, Halberstadt, Eisleben oder Tangermünde werden uns auf eine so schöne Art und Weise näher gebracht, dass man wirklich gleich Lust hat, diese Ort zu bereisen.

Haben Sie eigentlich schon mal etwas von der Steinernen Jungfrau von Döhlau gehört? Dieser 6 Meter hohe Minhir, der aus der Jungsteinzeit stammt, ist ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Kultur. Der Heidestein steht fernab des Massentourismus und auch zu ihm gibt es eine Sage, aber das müssen Sie schon selbst herausfinden.

Am Ende der Reise kamen wir in der Merseburger Domstadt an. Und was es da alles zu erleben gibt, wissen wir selbst: der geschichtsträchtige Dom und das Schloss, die Neumarktkirche als Pilgerstätte, der Kreuzgang mit den Teufelskrallen, die Fürstengruft, die Merseburger Zaubersprüche und vieles mehr. Ein Besuch lohnt sich immer … 

Und Peter Straub untermauert seine magischen Momente mit wundervollen Fotos, die er selbst geschossen hat. Auch an einer Wanderung auf eine Eislebener Halde beteiligte er sich, kam jedoch mit seinen 20 kg im Gepäck schaffte er es nicht ganz bis nach oben.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!