Eine weitere Nachtwächterführung durch die nasse und kalte Merseburger Domstadt

Der 1. Nachtwächter der Stadt Lutz Brückner und der Förderkreis Klosterbauhütte Merseburg e.V. luden wieder zu einem abendlichen Spaziergang durch Merseburg ein. 

An diesem verregneten 5. November 2016 hatte man schon Angst, dass niemand kommen würde, obwohl die Akteure auf jeden Fall bereit waren. Man wollte dem Regen einfach trotzen.

Und wie sollte es anders sein, pünktlich hörte der Regen auf. Über 50 interessierte Teilnehmer fanden sich 19 Uhr am Brunnen des Saalealfs, gegenüber dem Alten Rathauses, ein. Schon dort gab es heiße Getränke, um der klammen Witterung eine Abfuhr zu erteilen.

Auf dem Weg vom Alten Rathaus bis zu Neumarktkirche sollten wir vorbei an der Stadtkirche und am „Tiefen Keller“ kommen. Die Domstufen hinauf gelangen die Teilnehmer dann zum Domplatz. Durch den Schlossgarten hindurch endete diese Tour  im Petrikloster.

Ob es eine gefahrlose Wanderung durch die Stadt bei Nacht wird, würde sich zeigen. Die beiden Nachtwächter jedenfalls waren sehr optimistisch und gut gelaunt. Oder war es nur der Schutz der großen Gruppe, die ihnen Sicherheit vermittelte? Man weiß es nicht.

Fakt ist, dass man in Merseburg auf jeden Fall wieder mit allerhand Gesindel auf der Straße rechnen musste, nicht nur an diesem Abend. 

Die wundersamen Geschichten und Anekdoten, die die Merseburger Domstadt ausmachen, wurde durch die Erzählungen der Nachtwächter wieder richtig lebendig. Dieser Spaziergang durch die Altstadt verlieh wieder einmalige Einblicke in das historische Merseburg.

Lautes Spektakel erwartete die Gruppe, die von den beiden Führern durch die Nacht geleitet wurden, auf dem Domplatz. Es wurde gezetert und gewettert, mit Schwertern gekämpft. Eine imposante Vorstellung.

Im Schlosshof angekommen, wurde wieder die Henkerszene des armen Diener Johannes nachgestellt, der beschuldigt wurde, den goldenen Siegelring seines Herren, dem Bischof Thilo von Trotha, gestohlen zu haben.

Ein Besuch in  Merseburg lohnt sich immer wieder, auch wenn es nicht all zu viele Attraktionen zu bieten hat. Dazu gehören auch die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten „Merseburger Zaubersprüche“. 

Die Idisen im Merseburger Schlossgarten und er Minnesänger präsentierten auf sehr eindrucksvolle Weise durch Gesang und Tanz diese Zaubersprüche. 

Auf dem Weg durch die Stadt gewährte man einmalige Einblicke in das Werden und Wachsen, aber auch die Zerstörung verbunden mit Wiederaufbau, der letzten Jahre, Jahrzehnte, ja sogar Jahrtausende. Illustre Zeitzeugen begleiteten die Teilnehmer auf diese Reise zum Petrikloster, um einen lebendigeren Einblick zu vermitteln.

Man gewährte auf diesem Weg einmalige Einblicke in das Werden und Wachsen, aber auch die Zerstörung verbunden mit Wiederaufbau, der letzten Jahre, Jahrzehnte, ja sogar Jahrtausende. Illustre Zeitzeugen begleiteten die Teilnehmer auf diese Reise, um einen lebendigeren Einblick zu vermitteln.

Im Petrikloster angekommen, warteten Tee, Glühwein und Fett - Bemmen auf die Teilnehmer dieser nächtlichen Führung. Dort konnte man auch Neues vom Verein und anstehenden Projekten erfahren.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Heinz Biemann

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