Stadtbibliothek Merseburg - Autorenlesung mit U. S. Levin „Sex vor zwölf“

U.S. Levin – ein Garant für Lachmuskeltraining - war am  20. April bereits zum 4. Mal in der Stadtbibliothek „Walter Bauer“ zu Gast. 

Ich persönlich konnte ihn schon einmal in der Bücherei Braunsbedra bei einer Lesung kennen lernen.

Der Autor selbst gab zu, dass seine Bücher, die Ärzte und Krankheiten als Thema hatten, immer für volle Säle bei den Lesungen sorgte. Umso erstaunter schien er über die rege Teilnahme, wo es doch um Sex (auch im Alter) gehen sollte.

Wer schon einmal bei einer Autorenlesung mit U.S. Levin war weiß, dass man kaum unterscheiden kann, was wirklich glaubhaft und was eindeutig erfunden ist. Das Ineinandergreifen beider Elemente und die gezielten Pausen machen den Charakter seiner satirischen Art aus.

Dieser kabarettistische Nachmittag bot mehr als nur ein paar Geschichten aus seinem Buch „Sex vor zwölf“. Auch aus „Frauen sind die besseren Männer“ und „Bis der Arzt uns schneidet“ wurde vorgelesen.

Die erste vorgelesene Geschichte schilderte das Leben eines verheirateten Autors und seinem verrückten Alltagsleben. Aber wer kennt das nicht? Ein jeder in seinem Umfeld hält sich ja bekanntlich für etwas ganz wichtiges und so verhalten sie sich dann auch. Am Ende horcht man in sich hinein und stellt für sich fest, wo bleibe ich eigentlich, denn garantiert bekommt man die Frage gestellt, wenn man doch  zu Hause ist: Was machst du eigentlich den ganzen Tag????

In der zweiten Geschichte ging es um ein echtes Männergeheimnis, welches sich dann wie bei der stillen Post verbreitete. Tja, der Buschfunk funktioniert halt seit Jahrmillionen immer noch sehr gut. 

Ein wirklich gutes Männergeheimnis  soll gehütet werden, also zu niemandem ein Wort sozusagen … Wie man sich schon denken kann, kommt es anders als erwartet.

Das Ganze kommt gleich nachdem, dass heute das ach so private Leben von einigen fast bis ins kleinste Detail bei Facebook gepostet wird und dann sagen: Das ist PRIVAT!!!

In der dritten Geschichte ging es um den Alptraum schnarchender Ehemänner. Davon kann selbst ich ein Lied davon singen.

Die ersten Erfahrungen bei der Tanzstunde, vielen nicht gerade sehr freudig in Erinnerung geblieben, lässt durchaus den Vergleich beim Tanzen zu, dass ein Fruchtbarkeitstanz zum Furchtbarkeitstanz mutieren und der Auslöser für eine posttraumatische Störung sein kann.

Dieser Nachmittag verging wie im Flug und alle hatten sehr viel Spaß. Auf eine Fortsetzung darf man hoffentlich gespannt sein.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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