Jürgen Jankofski "Graureiherzeiten - Hommage a´ Walter Bauer"

Am 9. November – einem historischen Datum luden der Freundeskreis Literatur e.V. und die Merseburger Walter - Bauer – Bibliothek zur letzten Veranstaltung in diesem Jahr recht herzlich ein.

Doch zuvor wurden der Bibliothek eine ganze Reihe aktuellen und auch interaktiven Büchern übergeben. Der Initiator dieser Spendenaktion, Lutz Brückner, und Sponsoren waren ebenfalls anwesend. Sogar Jürgen Jankofsky übergab sein neues Kinderbuch, welches in deutsch und japanisch geschrieben ist.

Vor ein paar Tagen war der 112. Geburtstag von Walter Bauer, der 1904 in Merseburg geboren wurde. Er ist mit der Stadt Leuna literarisch eng verbunden. In diesem Jahr fanden zum Thema „100 Jahre Leuna“ verschiedenste feierliche Veranstaltungen und Ausstellungen statt, die an die Entstehung der Leuna - Werke erinnerten. Es wurde auch wieder der Walter-  Bauer - Preis vergeben.

Jürgen Jankowsky kommt sich nach eigenen Angaben wie der Nachlassverwalter von Walter Bauer vor. Seine Prosa und Verse „Stimme aus dem Leunawerk“ wurden mit  seiner Hilfe vom Mitteldeutschen Verlag erneut aufgelegt. Ergänzt wurde dieses Buch durch Texte von verschiedenen Werner - Bauer - Preisträgern. 

Jürgen Jankowsky, 1996 selbst Walter - Bauer - Preis, erkannte sich in diesem Buch wider, trotz anfänglicher innerer Ablehnung gegen die Lektüre. Was Walter Bauer über Leuna schrieb war einfach klug, schlicht und wirkungsvoll, so Jürgen Jankowsky.

Das Buch „Stimme aus dem Leunawerk“  wurde 1980 schon einmal neu aufgelegt. Dabei wurden verschiedene Bilder eingebaut, die zu den Texten passten. Laut Jürgen Jankowsky erlebte dieses literarische Werk damals eine Art Renaissance. Kultur und Bühne entdeckten dieses Thema wieder neu. Auch Angela Merkel sei jetzt im Besitz eines neuen Exemplars von Walter Bauer.

In der Neuauflage hat sich Jürgen Jankowsky selbst mit eingebracht. Diesmal wurden Bilder des Malers Werner Berg, die einfache Menschen zeigen, eingearbeitet. Werner Berg war ein guter Freund von Walter Bauer.  Beide verliehen Menschen, die kein Gesicht und keine Stimme hatten eine ganz eigene.

Mit seinem Werk „Graureiherzeiten – Hommage an Walter Bauer“ zollte Jürgen Jankowsky diesem Schriftsteller seinen Respekt und somit konnte er auch die letzten 30 Jahre überbrücken und mit Leben füllen. 

Am heutigen Nachmittag las Jürgen Jankowsky jedoch nicht aus seinem Buch,  sondern eine Auswahl an Texten von Walter Bauer. Er wollte ihm hier in diesem Rahmen auch eine Stimme verleihen. 

Den Auftakt machte ein Essay von Henry Beissel, einem kanadischen Künstlerkollegen von Walter Bauer, der dabei war, als Walter Bauer starb, der über 60 Bücher geschrieben hat. Nach seinem Tod fand man noch weitere unvollendete Gedichte und Geschichten … und gute Vorsätze fürs neue Lebensjahr.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!