Jörn Birkholz „Schachbretttage“ - Lesung in der Merseburger Bücherei Walter Bauer

Am 16. März gab es wieder eine Lesung, zu der in den Räumlichkeiten der Bücherei eingeladen wurde.

Zu Beginn übergab Martin Popp, den Vorsitzenden des Freundeskreises Literatur e. V., mit dem  Roman „Der Fuchs“ von Nis - Momme Stockmann symbolisch eine Reihe von Büchern und eBbooks an die Bücherei und das so kurz vor Eröffnung der Leipziger Buchmesse.

Der 1972 in Bremen geborene Autor, studierte Geschichts- und Kulturwissenschaften. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ist Jörn Birkholz der Schreiberei verschrieben.  Am heutigen Tag gab es eine Leseprobe aus seinem zweiten Roman „Schachbretttage“.

Dieses Buch ist eine Parodie auf den realen schweren Gang eines jungen Autors auf der Suche nach einer Möglichkeit, sein Erstlingswerk „Deplaziert“ zu verkaufen. Ein schier unendlicher Weg gepflastert mit Steinen des ach so schweren Lebens auf einer Lesereise begannt.

Natürlich … "Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig".

Autobiografische Züge seien nur in der Beschreibung der Professionellen Zahnreinigung und des Telefonates mit seiner Mutter, welches aus seinem Erstlingswerk „Deplaziert“ stammen und hier zum besten gegeben wurden, zu sehen.

Lassen wir es einfach mal so im Raum stehen. Die Hauptfigur von Jörn Birkholz trägt daher wohl auch den Namen Benedikt Buchholz, um auf keinen Fall irgendwelche Ähnlichkeiten erkennen zu lassen.

Dieser Erstlingsautor geht gemeinsam  mit seinem Vorleser auf eine Lesereise, die skurriler nicht sein könnte.

Mit viel trockenem Humor wird aufgezeigt, wie man mit Skepsis, Argwohn und Verbohrtheit der Menschen umgehen muss, während in der hintersten deutschen Provinz das überschaubare Lesungspublikum von dem Roman „Derangiert“ überzeugt werden soll.

Getreu dem Motto: „Ich bin jung und brauch das Geld“ wird beschrieben, welche Hürden man nehmen muss, wie toll das Publikum sein kann – aber auch die gute deutsche Bürokratie bleibt von der Ironie des Autors nicht verschont!

Der Roman nimmt auf dieser Buchreise der beiden Hauptpersonen eine Wende, als in einem Luxushotel auf der Insel Rügen ein Mann aus dem Fenster stürzt. Mehr wurde nicht verraten und man darf gespannt sein.  

Auf jeden Fall war es für die hier anwesende Zuhörerschaft ein recht amüsanter Nachmittag.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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