Fest der Hoffnung 2.0 im Merseburger Schlossgartensalon

Am 1. Oktober 2016 fand im Schlossgartensalon das „Fest der Hoffnung 2.0“ statt. Flüchtlinge verschiedenster Nationalitäten und Deutsche gemeinsam waren dieser Einladung des evangelischen Kirchenkreises gefolgt.  

Mit dieser Veranstaltung wollte man einen feierlichen Abschluss für die im Saalekreis stattgefundene interkulturelle Woche finden.

Neben den vielen Flüchtlingen mit ihren Familien und den ehrenamtlichen Helfern waren auch Sozialarbeiter der BIH GmbH vor Ort.

An dieser Stelle nutzten die Flüchtlinge die Chance, einmal der Frau Respekt zu zollen, der alle hier viel zu verdanken haben - Frau Monika Groß. Sie setzt sich mit zahlreichen Helferinnen und Helfern ein für ehrenamtliches Engagement mit Flüchtlingen im Saalekreis.

Ein umfangreiches Programm wurde allen anwesenden Gästen im Obergeschoss des Schlossgartensalons geboten:

  • 14.00 Uhr kurze Musik von Laute
  • 14.10 Uhr Begrüßung 
  • 14.30 Uhr Musik von Labayani
  • 14.40 Uhr Rede auf 4 Sprachen
  • 15.45 Uhr Dank an alle
  • 15.45 Uhr deutscher Chor
  • 15.55 Uhr Essen und leise Musik
  • 16.25 Uhr tanzen

Aber auch an die Kleinsten hatte man gedacht. Vor dem Schlossgartensalon hatte man zwei Hüpfburgen aufgebaut, die sehr gut frequentiert wurden. Das Wetter spielte an diesem Tag auch noch mit. 

Im Eingangsbereich wurden verschiedene Getränke gereicht und man hatte eine Tafel mit arabischen Speisen aufgebaut. Die sahen nicht nur sehr lecker aus, sondern sie schmeckten wirklich hervorragend.

Während dieses Nachmittags konnte ich nicht nur diese für mich fremden Sprachen hören und mir noch einmal auf Fotos die zerstörerische Kraft des Krieges in den Heimatländern der Flüchtlinge ansehen, sondern ich lernte eine ganz andere Mentalität kennen.

Schon der herzliche Empfang, das wirre Reden mit viel Gestik, aber auch die Freundlichkeit der Menschen macht es mir immer wieder schwer, Hetzreden außerhalb des Schlossgartensalons gegen diese Flüchtlinge mit anhören zu müssen.

Es sind mit Sicherheit nur wenige dieser Menschen, die in Europa angekommen sind, radikale Islamisten. Daher sollte man nicht alle damit gleichsetzen. Viele versuchen nur, vor dem Krieg zu fliehen, hier irgendwo einen Platz zu finden, an dem  sie willkommen sind.

Warum nutzen wir nicht diese Chance? Denn auch wir müssen mit einer Veränderung im eigenen Land leben, die jedoch ein großes Potential in sich birgt. Wir müssen lernen, mit dieser Situation umzugehen. Das fängt schon damit an, dass auch hier nicht alles gut und perfekt ist. 

Es wäre schön, wenn diese Phrasendrescher endlich mal die Kirche im Dorf lassen und den Mut aufbringen würden, diese Menschen einfach nur kennen zulernen. Dazu muss man jedoch den ersten Schritt tun und zwar aufeinander zu!

Am Ende dieses Nachmittags konnte man jedoch unumwunden sagen, dass es ein durchaus gelungenes Fest miteinander war.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!