Dr. Wolfgang Kubaks Ausstellung „Künstler vor der Kamera – Fotografie“

Seit dem  24. April 2016 kann man in der Merseburger Willi - Sitte - Galerie die 75. Sonderausstellung besuchen. Seit den 10 Jahren des Bestehens dieses Hauses wird den Besuchern immer wieder das Angebot gemacht, neben den verschiedenen Jahresausstellungen mit Werken von Willi Sitte auch realistische Kunst zu genießen. Und was ist realistischer als eine Fotografie?

Fotos halten Augenblicke fest. Diese Momentaufnahmen enthalten meist nichts Gestelltes. 

Mit den Porträtfotos aus der langjährigen Schaffensperiode von Dr. Wolfgang Kubak, der selbst erstmals so kompakt in dieser Form ausgestellt, ist damit ein Einblick in das kulturelle Leben der Stadt Merseburg und den Saalekreis gelungen.

Selbst ich musste beim Betrachten der mehr als 40 Fotografien erkennen, wie interessant doch unser Landkreis  ist, wenn man sieht, welche bekannte Menschen schon hier zu Gast waren. Die historisch anmutenden Orte wie das Ständehaus, der Schlossgraben oder die Altstadt sind auch wie dafür gemacht.

Und wer kennt ihn nicht, Dr. Wolfgang Kubak, wenn er bei Veranstaltungen hinter seiner Kamera steht?

Dass auch anlässlich seines 60. Geburtstages diese Vernissage stattfand, geriet dabei ganz schnell in den Vergessenheit, denn es stand im Vordergrund, dass  Dr. Wolfgang Kubak  sein Hobby zum Beruf gemacht hat und immer noch mit Herzblut dabei ist. 

Er ist ein sehr vielseitiger Mensch. Neben seinem beruflichen Können als Chemiker, Fotograf, Journalist und Dozent konnte man hören, dass Dr. Wolfgang Kubak auch ein Experte bezüglich der Geschichte der Fotografie ist. Daher durfte verwendendes Equipment, welches er in früheren Jahren für seine Arbeit nutzte, nicht fehlen. Es handelte sich um Stücke ausseiner eigenen Sammlung. 

Wenn er einmal im Gedankenaustausch ist, sei es einem kaum möglich, noch zu Wort zu kommen. Dazu steht Dr. Wolfgang Kubak jedoch auch, da er einen unwahrscheinlichen Fundus an Wissen und historischen Details innehat.

Michael Finger, Vorsitzender des Fördervereins der Willi - Sitte - Galerie, bezeichnet Dr. Wolfgang Kubak daher als eine interessante komplexe Mischung.

Hans - Hubert Werner zeigte auf, welche Bedeutung  der Fotografie zukommt. Das untermauerte er dann mit seinen eigenen persönlichen Erinnerungen und Kontaktpunkten, die im Zusammenhang mit dem Thema Fotografie stehen.

Während wir also früher noch  analog geknipst haben, ist heute alles digital, ob mit Kamera oder auch dem Handy. Das ist eben der Lauf der Zeit.

Hans - Hubert Werner schilderte seine ersten Erlebnisse mit der Fotografie und seine persönlichen Erfahrungen. Und bei seinen Ausführungen, dass er und seine beiden Brüder 1972 das erste Fotoalbum geschenkt bekommen haben, ertappte man sich selber, indem man in seinen eigenen Erinnerungen schwelgte.

Als Kunstform unterscheiden sich die Arbeiten der einzelnen Fotografen, denn jeder hat einen anderen Blick auf die Dinge. Daher bevorzugt der eine Porträts, der andere Landschaften usw.

Die Portraits der Berufskollegen von Dr. Wolfgang Kubak im Eingangsbereich der Willi - Sitte – Galerie spiegeln auch Kollegialität und Vertrauen wider, welches ihm entgegen gebracht wurde. Es ist als Blick eines besonderen Menschen durch die Kamera zu verstehen. Diese Zeitdokumente gewähren einfach erstaunliche (Ein)Blicke.

Hans - Hubert Werner entließ die Gäste am Ende mit den Worten: „Ich habe eine Warnung und eine Bitte an Sie.“

Die  Warnung bestand darin, ein möglichst freundliches Gesicht aufzusetzen, da viele Kollegen hier, mit ihren Kameras bewaffnet, anwesend waren und sicherlich den einen oder anderen Schnappschuss machen.

Um die Arbeit hier weiter unterstützen zu können und noch weitere schöne Ausstellungen in diesem Haus zu ermöglichen, bat Hans - Hubert Werner die hier Anwesenden um eine kleine Spende. Das war  die freundlich weitergegebene Bitte.

Im Anschluss wünschte er uns einen reichen Kunstgenuss. Noch bis zum 14. Juli kann man diese Ausstellung besuchen.

Eine zweite Ausstellung mit Fotografien in der Willi - Sitte - Galerie in diesem Jahr steht ebenfalls auf dem Programm. Dann werden Arbeiten von Jochen Ehmke zu sehen sein.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!