„Die Kassenpatienten“ Ärzte - Tribute - Band in der Fabrik Braunsberda

Am 20. Februar gab es ab 22 Uhr „Die Kassenpatienten“ rezeptfrei und ohne Nebenwirkungen in der Fabrik Braunsbedra.

Musiker gab es wohl genug vor Ort – Gitarristen, Schlagzeuger usw. Ob allerdings ein Arzt anwesend war, ist nicht bekannt? Oder wäre ein Bestattungsunternehmen besser gewesen? Aber dazu später.

Die drei Jungs aus Sachsen, spielten quer Beet Songs der Ärzte. 2009 gründeten „Die Kassenpatienten“ Marian Voß (Gitarre und Gesang), Dirk Nolde (Bass und Gesang) und Martin Joost (Schlagzeuger) ihre Band.

Schon vor ihrem Auftritt konnte man erkennen, dass die jungen Musiker wissen, was sie tun. Und cool waren sie obendrein. So hielt zum Beispiel der Schlagzeuger ein Nickerchen hinter seiner „Schießbude“. Optisch erinnerten sie auf jeden Fall schon einmal an „Die Ärzte“.

Trotz vorhandenem Können fehlte zu Beginn der gewisse Drive. Der gemeinsame „ordentliche Tritt in den Hintern“ sorgte dafür, dass das Zusammenspiel auch die nötige Kraft und Energie bekam – wie bei ihrem Vorbild „Die Ärzte“ eben.

Nachdem sie in Jürgen ihr „Opfer“ gefunden hatten, der anfangs mit dem Drive so gar nicht einverstanden war, wurde der Kontakt zum leider nicht sehr zahlreich erschienen Publikum wesentlich besser.

Das abwechslungsreiche Programm überzeugte. Die Einlagen zwischen den Songs begannen anfangs ins Uferlose auszuarten, da der anschließende musikalische Part zu lange auf sich warten lies. Stupides Gebabbel halt. Daher vorhin meine Überlegung - Notarzt oder Bestatter?

Aber nach der ersten kurzen Pause, ein riesiges Lob an die drei, flutschte es dann sozusagen viel besser, auch wenn das „Opfer“ immer noch Jürgen hieß.

Ohne Zweifel lieferten „Die Kassenpatienten“ eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Bühnenshow, denen ich hier in der Fabrik Braunsbedra ein größeres Publikum gewünscht hätte. Mit etwas mehr Werbung durch den Veranstalter sicherlich auch kein Ding.

Über das ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich vertragsärztliche Maß eines „Kassenpatienten“ hinaus überzeugten die drei besonders bei den Mädels, die voll abgingen.

Wir hatten an diesem Abend jedenfalls wieder sehr viel Spaß.

Leider erlebten wir das Ende dieses musikalischen Abends nicht mehr. Das lag auf keinen Fall an den Jungs. Ich musste am nächsten Tag wieder früh raus. Und auch wir sind keine 18 mehr und können ewig um die Häuser ziehen.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Jürgen Krohn

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