Vortrag: Autark leben - Der Bauerngarten

Die Paradiesgärten des späten Mittelalters haben sich im Laufe der Zeit in Erholungsgärten verwandelt. Die Geschichte des Bauerngartens reicht bis ins 19. Jahrhundert. Mönch Mendel, der den meisten durch die Mendelschen Gesetze und die Vererbungslehre bekannt ist, legte mit die Grundlagen dafür.

Bauerngärten wurden  von Bauern angelegt, um Nutzpflanzen und Kräuter für den eigenen Bedarf zu ernten. Sie finden ihre Ursprünge in den Klostergärten.  Die Kreuzzüge, die  ABM - Maßnahmen des Mittelalters so Referent Holger Hintz, ermöglichte damals, dass auch neue Pflanzenarten in unsere Region kamen.

Durch die Entdeckung Amerikas erweiterte sich die Palette an Nahrungsmitteln enorm. Kartoffeln und Paprika sind nur Beispiele dafür.

Die Buchseinfassungen, welche aus spirituellen Gründen auch in den Klostergärten angelegt wurden, ist ein kann aber kein muss für einen Bauerngarten. Bauerngärten sind ein Spiegel seiner Zeit und haben zum Ziel, dass man davon leben kann. So benötigt man heute unter anderem für eine 4-köpfige Familie ungefähr 400 m² Nutzfläche. 

Bei diesem Vortrag erhielt man wichtige Tipps dafür, wie man einen solchen Garten anlegt. Angefangen vom  Kompost, dem Geld des Gärtners so Holger Hintz, bis zur Vorkultur im Topf, Gewächshaus oder Frühbeet und der Saatgutherstellung war alles dabei.

Was habe ich mitgenommen?

Außer dass Pflanzen unterschiedlichste Ansprüche an Wasser, Temperatur oder die Bodenqualität haben, sollte man sein Saatgut einfach gut beobachten und sich eigene Notizen machen - ein Gartentagebuch sozusagen.

Viele wichtige Informationen kann man ohnehin den gekauften Saatguttüten entnehmen wie Keimtemperatur, Aussaattermine, Saattiefe, Pflanzabstände oder Erntetermine. Trotzdem muss man seine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen machen. Schaut man mal, welches Unkraut bei einem wächst, erhält man wichtige Informationen über die Bodenqualität.

Durch den gezielten Einsatz von natürlichen Düngern kann man daher die kostengünstige Produktion von Obst und Gemüse verbessern, denn der „Magen“ der Pflanzen verwertet nun einmal Stoffe aus dem Boden.

Wenn man die Pflanzen gut gepflegt, den Boden gehackt und von Unkraut befreit hat, ist es dann endlich soweit und die Ernte kann beginnen. Jetzt muss man wissen, was man damit anfangen möchte, denn viel Zeit bleibt einem nicht, da schneller oder langsamer das Verderben einsetzt.  

Sofort verzehren, einkochen, einfrieren, einlagern, trocknen … der Möglichkeiten gibt es viele, aber auch da muss man, um Nachhaltigkeit zu erreichen, wissen, wie man es richtig macht.

Und auch jetzt ist der Gärtner noch nicht fertig. Wenn man den Boden im Frühjahr und Sommer über gebraucht hat, muss man ihm auch etwas Gutes tun indem zum Beispiel Kompost eingearbeitet.

Über den Winter kann man ja in seinem Gartentagebuch blättern und schauen, welche Nachbarn sich Tomaten, Kohl oder andere Pflanzen im nächsten Jahr aussuchen dürfen, denn wie beim Menschen, kann eben nicht jeder mit jedem.

Fest steht, dass alte Obst- und Gemüsesorten wieder voll im Trend voll im Trend sind.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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