Ausstellung „Grüner Klee und Dynamit“ in der Hochschule Merseburg

Mit dieser Wanderausstellung der Universität Augsburg soll dem Besucher ein Einblick in das chemische Element Stickstoff gewährt werden. Während der gasförmige Stoff 78 Prozent unserer Atemluft ausmacht und eher unspektakulär wirkt, machen es seine vielfältigen Verbindungen umso interessanter.

Einerseits wird viel Wissenswertes vermittelt, andererseits soll der Betrachter zum Mitmachen und Ausprobieren angeregt werden. Dieser uns immer umgebende Stoff bewirkt Positives und Negatives. Darüber lohnt es sich nachzudenken, denn wenn das gesamte Gefüge in der Natur aus den Fugen gerät, hat es am Ende enorme Auswirkungen.

Wir als Menschen existieren nicht allein, sondern sind auch nur Teil in einem System, welches funktioniert, wenn alles im Einklang ist.

Bekannte und neue Aspekte werden durch die vielen einzigartigen Exponate in Form von Anschauungstafeln, Schaukästen oder kurzen Filmen vermittelt. Damit kann eine große Bandbreite bezüglich des Alters der Ausstellungsbesucher abgedeckt werden, da alles sehr verständlich dargestellt ist.

Vom Alchimisten und der Bedeutung und Gewinnung von Salpeter im Mittelalter ist zu erfahren. Vom Königswasser haben die meisten sicherlich schon gehört. Und Salpeterer war damals ein ehrbarer Beruf, auch wenn sicherlich nicht sehr reizvoll.

Der Sprung in die heutige Zeit und den damit verbundenen Problematiken ist schnell gemacht. Dabei darf die Erfindung des Sprengstoffes nicht vergessen werden. Fluch und Segen liegen dabei auch nahe beieinander. Auf der einen Seite war die Sprengkraft für den Straßen-, Eisenbahn- und Tunnelbau von Vorteil. Auf der anderen Seite wird einem bewusst, welche zerstörerische Kraft von ihm ausgeht. Die großen Kriege des letzten Jahrhunderts sprechen ihre eigene Sprache.

Die biologische Bedeutung des Stickstoffs und seine ökologische Problematik werden gut erklärt. Als Fazit bleibt: Unsere Erde wird nicht in der Lage sein, die ansteigende Stickstoffmenge ohne Schaden zu kompensieren!

Da man in der Lage war, Stickstoffdünger aus Luft und Erdgas zu gewinnen (Haber-Bosch-Synthese), machte es der Menschheit möglich, auch in kargeren Gegenden durch gezielten Einsatz von Düngemitteln einen Anbau von Nahrungsmitteln überhaupt zu ermöglichen oder zu steigern, um das enorme Bevölkerungswachstum abzufangen.

Die Geschichte des Stickstoffs, die hier erzählt wird, soll uns am Ende nicht vergessen lassen, das es wichtig ist, das wir sorgsam mit unseren Ökosystemen umgehen.

Grenzen  müssen gesetzt werden, um die sich ergebenden Konflikte ökologischer und politischer Natur lösen zu können.

Noch bis zum 13. April kann man diese Ausstellung in der  Hochschule Merseburg besuchen.

Redaktion: Kathleen Brehme

Quelle: Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg / Carl Bosch Museum

            Heidelberg

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!