Führung: Auf den Spuren Karl des Großen

„Capitulare de villis“ - Was ist denn das?

Dabei handelt es sich um eine Landgüterverordnung, die von Karl dem Großen erlassen wurde.

Abt Ansegis von St. Wandrille aus dem Orden der Benediktiner verfasste diese Verordnung im Auftrag des Kaisers im 9. Jahrhundert.

Es ist eine detaillierte Vorschrift, die während dieser Zeit von den Verwaltungen der Krongüter umgesetzt werden musste.

Dreifelderwirtschaft, Weinbau, Obstpflege, die Zucht von Hausvieh und Herdenvieh sind Bestandteil und haben eine vorbildliche Musterwirtschaft als Ziel.

16 verschiedene Obstbäume, 73 Nutzpflanzen und Heilkräuter sind dabei im 70. Kapitel aufgelistet und diese mussten angepflanzt werden. Aber auch in anderen Kapiteln dieser Schrift sind  wichtige Pflanzen und ihre Nutzung enthalten.

Inzwischen versuchen einige zeitgenössische Gärten, auch der Klostergarten im Merseburger Petrikloster, das „Capitulare de villis“  in Teilen oder ganz zu demonstrieren und umzusetzen.

Daher fand ich persönlich die in dieser Verordnung aufgezählten Neuankömmlinge - Wein, Hopfen und Nutzhanf - als eine echte Bereicherung. Gutes Gelingen dabei!

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Christin Janke, Heinz Biemann, Kathleen Brehme

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