Vortrag „200 Jahre Buchhandlung Friedrich Stollberg" in Merseburg

Am 30.03.2016 wurde zu dem anstehenden und seltenen Geschäftsjubiläum in die Stadtbibliothek „Walter Bauer“ eingeladen.

Zu diesem interessanten Vortrag war neben dem jetzigen Inhaber Uwe Arps auch der Kulturamtsleiter der Stadt Merseburg Michael George erschienen.

Die Buchhandlung Friedrich Stollberg ist mit ihren 200 Jahren  seit ihrem Bestehen wohl das älteste Unternehmen in der Stadt. Es zeigt aber auch, dass das Buch hier einen großen Stellenwert besitzt.

Seit Jahren sammelt die Stadtarchivarin Dipl. Hist. Marion Ranneberg Material zu diesem Thema. Auch nach ihrer Ansicht spricht das Zusammengetragene noch nicht für das Allumfassende.

Es gibt mit Sicherheit noch viel mehr zu entdecken über diese ununterbrochen existierende Buchhandlung, was wohl den tüchtigen Buchhändlern und Verlegern zu verdanken ist. Auch die Bibliothek wird von der Buchhandlung Stollberg beliefert.

Aber der Beruf des Buchhändlers ist ein sehr mühsamer, mit dem man mit Sicherheit nicht reich werden kann. 

Frau Marion Ranneberg lieferte den Zuhörern eine Übersicht über die Eigentümer der Buchhandlung, deren Geschichte am 1. April 1816 begann, und eine kurze Vita zu den einzelnen Personen.

Mit ihrer Powerpoint - Präsentation untermauerte sie die Fakten mit verschiedenen Materialien wie Büchern, Schriften oder Fotografien der einzelnen Besitzer.

In den ausgestellten Schaukästen konnte man sich auch diese Materialien im Anschluss an diesen Vortrag anschauen. Bei dieser kleinen Ausstellung handelte es sich um eine im Verlag Friedrich Stollberg erschienenen Titel.

Im Jahre 1816 begann mit dem ersten Eigentümer, einem der 12 in den letzten 200 Jahren, eine erfolgreiche Geschichte. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig/Lützen wurde Ernst Klein das Privilegium von der Königlich Preußischen Regierung erteilt, einer Buch- und Kunsthandlung in Merseburg zu errichten.

Seitdem waren kluge und geschäftstüchtige Buchhändler, Verleger und Buchdrucker bestrebt, den lesebegeisterten Merseburgern gute Literatur nahe zu bringen und zu liefern.

Am Anfang wurden Unterhaltungsromane verschiedenster Art angeboten, aber auch Erbauungsschriften, Kalender, Gesellschaftsspiele, theologische, juristische, geographische und politische Werke.

Lesezirkel und Leihbüchereien waren das Resultat neben dem eigentlichen Buchhandel. Ursprünglich befand sich die Buchhandlung am Entenplan, später in der Bahnhofstraße 17 und jetzt ist sie in der Gotthardstraße zu finden.

Und hier noch ein paar Fakten. 1862 übernahm Friedrich Stollberg diese Buchhandlung. Damals wurde das heut immer noch verwendete Logo, der Stollberg - Engel, geschaffen.

1965 stieg Dietrich Herfurth als Mitinhaber in diese Buchhandlung ein, die er dann 1973 übernahm. Er war den meisten hier Anwesenden noch gut bekannt.

Uwe Arps, der  vor mehr als vier Jahren die Buchhandlung übernommen hat, war am heutigen Tag hier auch anwesend, um dieser Jubiläumsfeier beizuwohnen.

Dort soll in Zukunft ebenfalls die Chronik der Verlagsbuchhandlung Friedrich Stollberg als Powerpoint – Präsentation zu sehen sein. Aus dem von der Stadtarchivarin Dipl. Hist. Marion Ranneberg zusammengetragene Material soll in naher Zukunft eine kleine Broschüre gedruckt werden. Man darf gespannt sein.

Anmerkung der Redaktion:

 

Dieser wirklich interessante und informative Vortrag wurde von Frau Marion Ranneberg  leider sehr schnell vorgetragen, so dass die vielen Fakten und Zahlen einen zu erschlagen drohten.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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