Natürlich Wolle färben zum ersten Kräuter-tag im Merseburger Petrikloster

Die Technik des Wollefärbens mit Pflanzen ist uralt. Wie aus Schöllkraut und Wasser verschiedene Gelbtöne werden können, erfuhr man an diesem ersten Kräutertag im Petrikloster.

Jeanette Richter, die auch in der Geiseltaler Kräuterküche mitwirkt, zeigte allen Interessierten direkt vor Ort, wie man selbst Wolle mit Naturmaterialien färben kann.

Eigentlich arbeitet sie in einem Kindergarten der AWO in Merseburg. Auch dort arbeitet man gemeinsam mit den Kindern und interessiert sie für das, was in der Natur so passiert.

Jeanette Richter hat heute Schöllkraut mitgebracht, welches auch gegen Warzen helfen soll. Etwas zerkleinert, köchelte sie es mit Wasser, um einen Sud herzustellen, den man im Anschluss durchsiebt.

Die Wolle, in diesem Fall vom Schaf, legte sie dann in diesen Sud ein. Gelegentlich rührte sie das Ganze um und lies alles sanft weiterkochen.  Je nach Einlegezeit erhielt man unterschiedlich gelb gefärbte Wolle.

Jeanette Richter erklärte uns, dass durch Zugabe bestimmter Zusatzstoffe die Farbwirkung noch verstärkt werden kann oder ein anderer Farbton entsteht, zum Beispiel durch Eisenwasser.

Die auf natürliche Art und Weise gefärbte Wolle kann dann nach dem Trocknen weiter verarbeitet und gesponnen werden.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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