Vernissage "Nach einer Zeit" von Frank Hauptvogel in der Willi - Sitte - Galerie

Frank Hauptvogel, der 1958 in Eisleben geboren wurde, feierte gestern seinen 57. Geburtstag. Seine künstlerischen Wurzeln hat er in Leipzig. Das umfangreiche Rahmenprogramm war ein würdiger Auftakt für diese Ausstellung.

Laudator war der hallesche Autor, Lyriker, Dramaturg und Regisseur Ralf Meyer. Er bezeichnete Frank Hauptvogel als einen lieben Menschen, der auch noch Malen kann. Das spricht dafür, dass die beiden sich schon sehr lange kennen. Nach vielen Jahren kreuzten sich ihre Wege erneut.


Frank Hauptvogels Deutschlehrerin ist die Mutter von Ralf Meyer. Der wiederum versuchte, während seinem beruflichen Start, seinen Jugendtraum zu erfüllen. Diesen hatte fast er aufgegeben. „Schreiberling sucht Anschluss bei Malerfreund“ trifft wohl den Konsens. Durch eine Annonce stieß Ralf Meyer auf eine Leipziger Galerie. Dort traf er wieder auf Frank Hauptvogel, die nun gemeinsam einen Abschnitt auf ihrem Lebensweg beschreiten.


Schriftstellers Manfred Jendryschik las aus Texten, die für ein neues Buch geschrieben wurden. Es befindet sich noch in Planung. Die 40 Texte sollen wieder mit Zeichnungen von Frank Hauptvogel gestaltet werden. Ganz lieb wurde um Spenden gebeten, um das Erscheinen des Buches zu sichern.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Gedichtband „Sonette bei den Brombeeren“ ein Gemeinschaftswerk von Ralf Meyer, Werner Makowski und Frank Hauptvogel ist. Das Taschenbuch erschien im Mai diesen Jahres. Eine zweite Auflage musste bereits gedruckt werden.

„nurso  - chanson“ sorgte an diesem Vormittag wieder einmal für die musikalische Umrahmung. Der Gesangspart wurde mit einer neuen Sängerin besetzt, die mit  ihrer hervorragenden Stimme überzeugte.

Im Anschluss bedankte sich Frank Hauptvogel Geschäftsführer der Willi – Sitte – Galerie Dietmar Rother, beim Schriftsteller, Komponist und Musiker Thomas Bachmann und Band, Ralf Meyer und Manfred Jendryschik.


Man wünschte uns noch „Sehvergnügen“. Auch ich begab mich ins Zwiegespräch mit den Werken von Frank Hauptvogel, die noch handwerkliche Güte ausmachen. Es ist und bleibt unbezahlbar.

Seine zur Schau drapierten Figuren widerspiegeln den Zustand der irrsinnigen Gesellschaft und stellen ein Abbild der Realität dar.

Eine Welt ohne Entfremdung - kaum möglich. Parallelen zum Theater werden bei diesen Werken, die 2014/15 entstanden sind, gezogen.

Kunst und Malerei werden spielerisch verbunden. Der Betrachter wird zum Mitspieler der einzelnen Szenen.

Auch wenn Frank Hauptvogel laut Ralf Meyer kein Freund von großen Schritten sei, seine Gemälde sind es - groß und ausdrucksstark.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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