"Ohne Titel" - Sechs Hallesche Fotografen stellen aus in der Willi - Sitte - Galerie

Bereits seit dem 19. April stellen in den Räumen der Merseburger Willi –Sitte - Galerie sechs Fotografen aus, die jeder auf seine Weise das Leben widerspiegeln.

Die hier ausstellenden sechs Halleschen Fotografen von rechts nach links


Orestia Kapidani

Norbert Kaltwaßer

Peter Kersten

Jochen Ehmke

Uwe Jacobshagen


und unten


Prof. Rudolf Schäfer


präsentieren sich gemeinsam im hellen Eingangsbereich auf einem Gruppenfoto.


Verwunschene Pflanzen, die Geheimnisse der Gärten aus Schkodra und deren »Gärtnerinnen« mit ihren Geheimnissen wurden von Orestia Kapidani als Motiv gewählt. Weibliche Formen, üppige Frauen präsentieren sich in idyllischer Umgebung. Einerseits schön – andererseits das Wechselspiel zwischen Natur und deren Bändigung sollen das „Wo komme ich her, was wünsche ich mir“ hinterfragen.

„Der Teppich des Kujan Bulak“ von Norbert Kaltwaßer ist wohl als eine Hommage an Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Kritiker, Publizisten, Philosophen, Literaturkritiker und Übersetzer aus Griechenland, dem alten Rom, Frankreich und Deutschland zu verstehen.


Dabei muss man sich mit den Blumen des Bösen, griechischer Mythologie - dem Vergessen, der Allwissenheit - Chimären und Metamorphose auseinandersetzten. Am Ende landet man  bei der Tafel  9 „Le observateur“, was einem einen Blick in sein eigenes Gesicht gestattet.

Peter Kerstens „Kontaktaufnahme“ zeigt mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen Momente aus dem Leben verschiedener Menschen, ganz privat oder bei der Arbeit. Diese Fotos spiegeln die Realität auf eine sehr skurrile Art und Weise wider. Es gibt aber bei näherer Betrachtung jedoch viele Kleinigkeiten zu entdecken, die einem diese gezeigten Menschen liebenswert erscheinen lassen, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr unnahbar wirken.

Jochen Ehmke, der sonst mit seinen Fotografien die Erinnerung an die Realität im DDR-Alltag wach hält - ungeschönt und ohne Schnörkel - zeigt mit diesen Bildern Überbleibsel aus der damaligen Zeit. Diese lassen sich aber stellenweise aus dem heutigen Leben aber auch nicht wegdenken. Übersehen lassen sich die Hochhäuser in Halle ohnehin nicht.

Uwe Jacobshagen beleuchtet mit seiner Kamera den „Heiligen Berg von Crea“ etwas näher. Auf einer ziemlich steilen Andachtsstrecke zur Sacro Monte di Crea, einer Pilgerstätte, gelangt man an den Kapellen vorbei, die auf den Hügeln des Monferrats in Italien stehen. In mystischen Nebel getaucht entstanden beeindruckende Aufnahmen.

Prof. Rudolf Schäfer demonstriert mit seiner Serie „Der ewige Schlaf - visages de morts“ die Vergänglichkeit. Die Porträts von toten Menschen zeigen aber auch Schönheit und Würde über den Tod hinaus.

Noch bis zum 14. Juli kann man die gezeigten Bilder in Augenschein nehmen, welche unterschiedlicher nicht sein können. Auf jeden Fall sollte man sich beim Betrachten einfach Zeit nehmen.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!