„DER WHISKYKELLER“ in Merseburg - Immer einen Besuch wert

Wer kennt sie nicht, die Buschpassage in der Merseburger Gotthardstraße? Dort findet man von der Fußgängerzone abgehend helle Fassaden, die mit Versen und Titelgestalten von Wilhelm Busch liebevoll gestaltet sind. Vorbei an einer italienischen Eisdiele in Richtung des griechischen Restaurants kommt man an einem von außen eher unscheinbar anmutendem Ladenlokal vorbei.

Lässt man seinen Blick über die Eingangstür gleiten, findet man ein rustikales Schild mit der Aufschrift „Der Whiskykeller“.

Wie jetzt? Was jetzt? Dass wir eine Weinregion sind, weiß ich. Aber Whisky ist nicht gerade typisch. Jedoch ist das Besondere, etwas Andere genau das Ziel von Stefan Fischer, der im letzten Jahr diese Whiskybar am 03. Mai nach einigen Umbauarbeiten  eröffnete.

Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der Mittdreißiger, der bisher beruflich in der Gastronomie tätig und im Bühnenaufbau unterwegs war, hat hier im 50 Quadratmeter großen Laden begonnen, Merseburgern, aber vor allem Liebhabern des edlen Tropfens den Whisky näher zu bringen. Im Wein soll ja bekanntlich die Wahrheit liegen und im Whisky jede Menge Philosophie!

Ich bin, zugegeben, auch nur über diese Bar gestolpert. Und das am hellerlichten Tag. Natürlich hat „Der Whiskykeller“ sofort mein Interesse geweckt. Es ist eben sehr ungewöhnlich. Aber heut zu Tage ist Innovation gefragt, auch wenn sich viele nicht vorstellen könne, das so ein Laden überhaupt laufen kann.

Schon beim Betreten des kleinen Lokals war ich begeistert – nicht ottonormal! Die Möbel, die Stefan Fischer alle selbst gebaut hat, haben ihren eigenen rustikalen Charme. Aus Europaletten zimmerte der junge Mann Tische, Regale und Sofaecken zusammen – mit ein paar Rollen versehen ist das ganze noch transportabel. Je nach Bedarf kann ohne großen Aufwand umgeräumt werden.

Zu den Sitzplätzen gehören auch ein paar Barhocker, wer es eben "typisch Bar" mag, kann dort gerne Platz nehmen.

Mit über  70 Sorten Whisky im Angebot, starte im letzten Jahr die Reise ins Ungewisse. Zwischenzeitlich ist auch die eine oder andere Sorte  dazu gekommen, wobei die meisten aus Schottland und Irland stammen. Aber auch Whiskys aus Deutschland, Neuseeland, Kanada und Japan findet man hier. Natürlich möchte Stefan Fischer sein Angebot erweitern. Ihm geht es dabei vorrangig um Qualität nicht Quantität. Er legt sehr großen Wert auf Exklusivität, denn guten Whisky genießt man - allein oder in kleinem Kreis. Ihm ist von vornherein klar gewesen, dass er sich an einen auserwählten Kreis von Liebhabern des noblen Getränkes wendet, aber auch an Neugierige.

Die in den Regalen aufgereihten Whiskysorten werden dezent von LED-Lichtern angeleuchtet. An einigen Flaschen befinden sich auch Anhänger, auf denen zu lesen ist, was man erschmecken kann. Holzig und rauchig kommen mir in den Sinn. Vanille o.K., aber Erdbeer-, Honig- oder Zitrusnote?

Um mehr über die Whiskys zu erfahren, bietet Stefan Fischer Whisky Tastings an, die seine Gäste in die Welt des Lebenswassers einführen soll. "uisge beatha", was aus dem Schottisch-Gälischen stammt, sagt nämlich genau das aus: Lebenswasser.

In einem längeren Gespräch mit Stefan Fischer unterhielten wir uns natürlich auch über die Preise der Whiskys. Da es sich um keine handelsübliche Massenware handelt, sondern schon das eine oder andere Mal um limitierte Auflagen, kann der Preis durchaus bei über 1000 Euro und mehr pro Flasche liegen, wenn diese Sorten noch zum Whisky des Jahres gekürt werden. 2011 wurde zum Beispiel eine 62 Jahre alte Flasche Dalmore-Whisky aus Schottland für 145.000 Euro verkauft – einer der teuersten Whiskys der Welt!

Neben Whiskys werden aber auch regionale Weine, Liköre und ausgewählte Biere angeboten.

Wer etwas mit weniger Prozenten mag, kann hier in dieser gemütlichen Atmosphäre  außergewöhnliche Tee und Kaffeesorten genießen. 9 erlesene  Kaffeevarianten werden angeboten - zum hier trinken oder mitnehmen. Nach einem Einkaufsbummel in der Merseburger Gotthardstraße ist so ein frisch gemahlener und aufgebrühter Kaffee genau das Richtige. Auch hierbei kann man auf eine kleine Weltreise gehen.

Ich persönlich genieße es sehr, ab und an hier in dieser ruhigen Umgebung weitab vom Arbeitsstress, vielleicht noch die Sonne genießend, meine Mittagspause zu verbringen.

Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch einfach mal rein in den „Der Whiskykeller“.“

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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