"Cracks in the Wax” von Irene Semelka - Neue Ausstellung in der Domgalerie

Am 11. August fand die Eröffnungsveranstaltung der neuen Ausstellung statt. Die sommerliche Hitze hielt mich nach Feierabend davon ab, noch bis 19 Uhr zu warten. Denn auch ich hatte einen langen Tag hinter mir.

Aber natürlich interessierte es mich, wie man Textiles und Kunst verbinden kann. Was stelle ich mir eigentlich unter textiler Lichtkunst vor?

Textile Stoffe und die fließenden Formen, die dem Material inne liegen, sind seit Beginn ihres künstlerischen Tuns Begleiter von Irene Semelka. Die fließenden Formen und die entstehende Lebendigkeit entsprechen ihrem  Wesen.  

Irene Semelka studierte an der Fachschule für angewandte Kunst in Schneeberg. Dort erhielt sie das erforderliche Fundament für ihre Textilkünstlerische Gestaltung.

Seratan - die Wachsreservetechnik, eine uralte aus Indonesien stammende Kunst der Batik eignete sie sich an. Noch mehr, um in einer Werkstatt die Ursprünge des traditionellen Verfahrens zu studieren, reiste Irene Semelka nach Zentraljava, um ihre Kenntnisse zu vertiefen. Für sie war es eine Erfahrung, die sie immer weiter vorantrieb seitdem nicht mehr losließ.

Das aufwändige Verfahren Seratan macht es möglich, künstlerisch sehr viel aus sich herauszuholen. Stoffe und Motive können farbenprächtig, erfindungsreich und phantasievoll auf die Stoffe übertragen werden. Symmetrie ist Irene Semelka dabei sehr wichtig.

Nicht umsonst hat man 2009 diese alte Wachsreservetechnik der Javaner zum "lebendigen Weltkulturerbe" der UNESCO ernannt.

Es hat Spaß gemacht, sich diese wunderschönen Arbeiten in der Licht durchfluteten Domgalerie anzuschauen. Nur die immense Sonneneinstrahlung an diesen sehr heißen Sommertagen entwickelte sich zum Problem, da die Stoffe sehr schnell ausbleichen können.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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