4. Merseburger Guggenmusikfestival

Am 9. Mai fand in der Mersburger Innenstadt das Guggemusikfestival statt. Drei Guggemusik-Bands aus Mitteldeutschland musizierten um die Wette.

Mit Pauken und Trompeten verwandelte sich der Marktplatz unter den Augen von ca. 1000 Zuschauern in einer sportliche Arena, schließlich sollte ja die beste Band ermittelt werden.

Aber was  ist Guggemusik eigentlich?

Sie kommt ursprünglich aus der Schweiz. Irgendwann in den 50-ziger Jahren schwappte diese Musik zu uns herüber. Und übersetzt heißt es: laut, schräg, jämmerlich.

Zur Fastnachtszeit, ungefähr im 16. Jahrhundert,  zog man kostümiert mit Masken musizierend mit Rasseln, Blecheimern, Trommeln, Kuhglocken oder Pfeifen durch die Ortschaften, um die Geister des Winters zu vertreiben.

Aus den einfachen Kostümen von einst sind inzwischen recht aufwendige und fantasievolle geworden.

Bei der Guggemusik werden nur Instrumente wie Trompete, Posaune und Schlagwerke - Trommeln, Pauken oder Ähnliches - verwendet. Es kommt dabei nicht auf fehlerfreies Spielen an. Viel wichtiger ist es, ganz viel Spaß zusammen zu haben und besonders originell zu sein. Aber auch dass will gelernt sein!

Die Bands gaben an diesem Samstag ihr bestes. Das Publikum honorierte die dargebotenen Leistungen mit Applaus, als bekannte Melodien in ihrer eigenen Art und Weise interpretiert wurden.  Die Draufgänger - Guggis aus Meerane, die Combo „Geile Gugge“ aus Belgern und die Sauser Guggis aus Apolda begeisterten die Zuschauer und - hörer und heizten ordentlich ein.


Am Ende ging das Preisgeld an die Combo „Geile Gugge“. Eine knappe Publikumsentscheidung!

Michael George, Kulturamtsleiter von Merseburg, legte spontan noch etwas zum Preisgeld dazu, um das Teilen einfacher zu machen.

Am Ende des Tages konnte man, nach diesem 4. schrägen Guggenmusikfestival noch einen Abstecher machen, wenn man Lust dazu hatte. Die 24. Merseburger Kneipenmeile, die ebenfalls heute stattfand, führte die Besucher am Abend durch die sieben teilnehmenden Kneipen der Innenstadt.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Jürgen Büchau

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!