50. Ausstellung des Merseburger Modell-bahnclubs e.V.

Winterzeit, Weihnachtszeit … und Zeit der Modelleisenbahnen – auch hier in Merseburg. Noch bis zum 14. Dezember kann man in der Kliapassage in Merseburg die Jubiläumsausstellung der Merseburger Modeleisenbahner auf 300 Quadratmetern Fläche bestaunen. Gemeinsam mit dem Braunsbedraer Modelleisenbahnclub und dem MEH (Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde Halle-Stadtmitte e.V.) wurde diese 50. Ausstellung organisiert und durchgeführt.

Wer erinnert sich nicht noch an die Anfänge der Merseburger Modellbahnbauer und die stattfindenden Ausstellungen im Kulturraum des Bahnhofsgebäudes? Mittlerweile nutzt der Modellbahnclub nach mehreren Umzügen Räumlichkeiten am Saalehang. Dort werden dann auch die hier ausgestellten „Eisenbahnplatten“ eher „hohe Kante gelagert“. Trotzdem wird dort gebastelt und gewerkelt. Reparaturen, Verschönerungen, Ausbesserung von Blessuren aber auch neue Ideen werden durchgeführt und umgesetzt.

Auf die Frage, warum gerade Weihnachten die Modellbahn „Hochkonjunktur“ hat, antwortete Sven Reichhardt sinngemäß so: Väter dürfen ganz legal ihr Spielzeug hervorholen, um es den Kindern zu zeigen, mit ihnen zu spielen und wieder einmal Lokführer sein zu dürfen. Das Leuchten in den Augen und den erhöhten Pulsschlag wollen wir dabei nicht vergessen.

Herr Reich selbst hat schon von Kindesbeinen an dieses Hobby für sich entdecken können, da sein Vater eine Eisenbahnstrecke sein Eigen nennen konnte. Diese übernahm Sven Reichhardt später und wurde „Heer über die Schienen“. Aber auch in der Schul AG Modellbau konnte er seiner Liebe nachgehen. 

Das es nicht nur eine Spinnerei ist, sondern ein Hobby mit viel Arbeits- und Zeitaufwand sieht man, mit wie viel Liebe zum Detail diese verschiedenen Motivlandschaften gefertigt wurden. Von futuristischer Kulisse (Area 51), Motiven von drei Kontinenten über die vier Jahreszeiten gab es ebenso eine große Winterlandschaft zu sehen.

Aber auch da hatte Herr Reich eine kleine Anekdote zu erzählen. Bereits 1980 unternahmen die Merseburger Modellbauer den Versuch, eine Winterlandschaft zu gestalten, was ihnen auch gelang. Als Untergrund nahm man das in diesem Fall wohl qualitativ wertvolle DDR-Toilettenpapier. Weiterhin verwendete man dafür weißen Latex und Salz. Auf Grund der hygroskopen Eigenschaft des Salzes setzte irgendwann die Korrosion der schönen Anlage ein. Die aufgenommene Feuchtigkeit führte dazu, dass sich diese 1,20m x 1,20m Modellbahnanlageunansehnlich wurde und in seine Bestandteile zerfiel.



Später verwendete man zwar Alaunsalze, die beständiger waren, aber ebenfalls errosiv wirkten. Zwischenzeitlich gibt es dafür viel mehr Möglichkeiten, um tolle Winterlandschaften zu zaubern, egal ob Glitzermehl, Plastegranulat oder Streuteile.

Bereits zum 4. Mal stellt der Merseburger Modellbahnclub hier in der Kliapassage aus. Da auch in meiner Familie die Modelleisenbahn Thema war, konnte ich mit den gängigen Spurgrößen N, H0 und 0 etwas anfangen, aber auch H0m und 2G konnte man hier sehen.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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