Wetterfahnen über den Dächern der Querfurter Altstadt!

Turmkugel mit Wetterfahne über dem Rathaus.

Schon von weiten zu sehen, Türme mit goldenen Turmkugeln. Nahe betrachtet ist dieser Dachschmuck ein richtiges Meisterwerk. Wie geschickt waren doch die Handwerker im Mittelalter. Mit fast keiner Technik wunderschön geformte Turmspitzen zu fertigen. Ein Schmuck jeder Altstadt, auch der von Querfurt!

Das schöne Turmdach der Stadtkirche.

Auf der Spitze der Burgkapelle.

Frühe originale Wetterfahnen sind aber erst ab dem 15./16. Jahrhundert erhalten geblieben. Im deutschsprachigen Raum wurden sie insbesondere auf Rathäusern, Schlössern, Burgen, Kirchen und Bürgerhäusern verwendet. Wetterfahnen dienten dabei nicht nur der kurzfristigen Wettervorhersage, sondern waren auch als Haus- und Schutzzeichen bedeutsam.

Ganz oben auf dem Turm der Stadtkirche.

In der Zeit etwa zwischen 1870 und 1920 kam es im Zuge des rasanten Stadtwachstums zu einer Renaissance der Verwendung von Wetterfahnen, die nun auch Wohnhäuser und Fabriken schmückten. Entgegen ihrer früheren Funktion dienten sie nun aber zumeist nur noch als Hausmarke und Zierrat. Die verwendeten Motive enthielten meist ein Wappen, ein Monogramm, ein Symbol oder eine Jahreszahl und bezogen sich auf das Haus bzw. seinen Eigentümer. Die massenhafte Verwendung wurde durch die industrielle Fertigung forciert.

Pariser Turmkugel mit Wetterfahne.

Die Friedhofkapelle mit Turmkugel und Kreuz.

Bis heute wurden viele der Turmkugeln restauriert .Nicht selten wurden in Turmkugeln wertvolle Zeitzeugnisse aus der Vergangenheit gefunden. Die große Höhe machen Turmkugeln zu einem sicheren Aufbewahrungsort.

Das Querfurter Rathaus mit restauriertem Turmschmuck.

Redaktion: Jürgen Krohn

Fotos: Dieter Gantz

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