Das Wandern mit der Kräuterfrau im Landschaftspark St. Ulrich - ein Arboretum

Ich war wieder einmal unterwegs mit der Kräuterfrau aus Mücheln – Frau Lattke. Dieses Mal lautete das Motto:  "Der Landschaftspark St. Ulrich - ein Arboretum".

Da hatte ich ja schon Hausaufgaben zu erledigen, bevor es überhaupt am 22. August losging. Also, das Wort Arboretum kommt aus dem Lateinischen und ist eine Sammlung verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze. Dazu zählen beispielsweise botanische Gärten, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt sind. Auch der Landschaftspark St. Ulrich in Mücheln gehört dazu.

OK – nun stand ich hier, gemeinsam mit 9 weiteren Interessierten. Die Meisten kamen direkt aus Mücheln oder dem Geiseltal, aber auch aus Leislingen. Voller Vorfreude, uns ihr umfassendes Wissen vermitteln zu können, begrüßte uns Frau Lattke am Eingang zum Landschaftspark St. Ulrich.

Bereits nach einigen Metern stoppten wir, um die ersten Exemplare in Augenschein zu nehmen. Aber auch der Werdegang dieses Gartens, über den wir einiges vermittelt bekamen, war sehr interessant.

Der im englischen Stil angelegte Park ist das totale Kontrastprogramm zu den damals üblichen Barockgärten, der hier in Mücheln gleich nebenan zu finden ist. Dort herrschen klare Linien, Formen und Strukturen vor. Im Landschaftspark richtete man das Augenmerk auf das, was die Natur zu bieten hat. Lassen Sie sich also von der Schönheit verzaubern.

Einige Bäume des Parks sind ungefähr 300 Jahre alt, was uns deutlich aufzeigt, dass dieser Landschaftspark Kriegswirren, Auf- und Niedergang verschiedener Herrschaftsformen und politischer Systeme mitgemacht hat. Zwischendurch geriet er auch gleich einmal in Vergessenheit.

Durch Engagement und Initiative erwachte dieser Park wieder aus seinem Dornröschenschlaf. Sicherlich gibt es noch viel zu tun, um diesen Park in seiner Schönheit zu erhalten und noch weiter zu gestalten, aber ein Anfang ist gemacht. Einige Vorschläge wurden auch hier in der Runde eingebracht, um die Nachhaltigkeit der bisherigen Bemühungen zu bewahren.

Auf unserem Rundgang durch den Landschaftspark St. Ulrich kann man ungefähr 100 verschiedene Strauch- und Baumarten entdecken. Einige von ihnen sind sehr selten. Vielleicht kann man ja ein Projekt ins Leben rufen, um gerade auf diese Raritäten hinzuweisen? Eine Beschilderung käme dafür vielleicht in Frage.

Ich persönlich konnte sehr viel Informatives mitnehmen. Auch über das eine oder andere Kraut wurde wieder gesprochen und deren Einsatz in der Küche oder in Erkältungstees. So mancher aus der Gruppe konnte etwas von seinem Wissen weitergeben.

Herr Rüssel, ein Teilnehmer dieser Exkursion, war an diesem Tag eine Bereicherung für die Interessenten dieser Führung durch den Landschaftspark. Sonst, eigentlich als Ornithologe unterwegs, hatte er heute die eine oder andere Anekdote auf Lager. Aber er konnte uns auch dafür sensibilisieren, kritisch mit Problemen umzugehen, die für die Meisten unbemerkt großen Einfluss auf die Natur haben. Pilzbefall oder andere Schädlinge kamen dabei zur Sprache.

Aber auch das Verschwinden von Pflanzenarten, wie es Kohlberg St. Micheln – einem langjährigen Naturschutzprojekt „Trockenlebensraum Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland“ – auf Dauer zu befürchten ist, wurde erörtert.

Am Ende des Nachmittages musste ich wieder erkennen, dass man auch hier im Geiseltal viel sehen und erleben kann.

Da die vielen Informationen den Rahmen meines Live-Berichtes sprengen würden, möchte ich Sie gerne auf den Beitrag zum Landschaftspark St. Ulrich auf unserer Tourismusseite verweisen. Dieser Beitrag wird dann demnächst überarbeitet werden, da mich Frau Lattke wieder einmal mit sehr vielen Informationen gefüttert hat, die ich dort neu umsetzten möchte.

Redaktion: Kathleen Brehme

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

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Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!