8. Fest der Freiwilligen Feuerwehr Mücheln

Da für mich dieser Tag relativ zeitig begann, die dreistündige Wanderung am wunderschönen Geiseltalee bei der müchelner Kräuterfrau Frau Lattke hatte ich ja schon hinter mir, dachte ich mir dann so: Ach jetzt bist du schon einmal in Mücheln, da kannst du auch gleich einmal beim Feuerwehrfest vorbei schauen.

Da ich weder in Mücheln ortsansässig bin, auch niemanden kenne, der bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, ging ich natürlich an der Einfahrt zum Depot vorbei, da mir ein aufgestellter Kegel signalisierte: Halt – hier nicht weiter! Aber ein netter älterer Einheimischer schickte mich sofort retour zu Kaffee und Kuchen, da der doch ganz lecker sei. Jetzt, den aufgestellten Kegel einfach ignorierend, ging ich die Auffahrt entlang hin zum Feuerwehrdepot.

Kleine Kinder tümmelten sich auf der aufgestellten Hüpfburg. Bei schönstem Sonnenschein machte es den Kleinen richtig Spaß. Im Verlaufe des Nachmittages gab es dann wohl noch ein Glückrad und Geschicklichkeitstests mit dem Wasserschlauch - Zielspritzen auf Flaschen.

Unmittelbar nach der Hüpfburg kam ein Informationsstand, an dem ein paar Mitglieder der Jugendfeuerwehr über den Einsatz und die Notwendigkeit von Rauchmeldern informieren sollten, konnten und auch wollten. Ich als vorbildliche Bürgerin besitze natürlich einen, fand aber die Idee mit dem kleinen Modell, welches zur Anschauung diente, ganz toll.

Ansonsten war um diese Urzeit nichts los, was für die Macher des Feuerwehrfestes eigentlich schade ist. Trotzdem lies ich mir den Kaffee schmecken. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Roster oder Steak mit Brötchen, Nudel- oder Kartoffelsalat und Pommes. Die Werdung der Pommes amüsierte mich natürlich schon. Eine junge Dame hatte Premiere an dieser Friteuse, aber unter Aufsicht von drei Männern konnte es nur ein glatter Erfolg werden. J

Und erst zu den späteren eindrucksvollen Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr kamen die gestandenen Männer zum Einsatz.

Während ich mich nun noch zu weiteren Veranstaltungen an diesem Tag auf den Weg machte, wollte man auf diesem Feuerwehrfest keine Kurzweil aufkommen lassen. Die Geiseltaler Musikanten - das Bergmannsblasorchester – und ein Drehorgelspieler, die beide zuvor bereits in einem Braunsbedraer Altenpflegeheim  waren, sorgten für das weitere  Programm.

Mein Fazit ist, man hat sich sehr große Mühe gegeben. Die geringe Gästezahl lässt sich leider nicht nur mit den „sehr hohen Temperaturen“ und der damit verbundenen Badelust der Geiseltaler erklären. Es ist Ferienhochsaison! Ich persönlich habe die Terminankündigung für den Tag der Offenen Tür der Müchelner Freiwilligen Feuerwehr erst am Mittwoch im Wochenspiegel gelesen und in unseren www.geiseltaler-terminkalender.de eingetragen. Sollte ich es im Terminkalender der Stadt Mücheln übersehen haben? Auch fanden wieder einmal verschiedenste Veranstaltungen hier in der Region statt. Man kann nicht überall sein. Das Schlossfest in Frankleben und das Strandfest am Hassesee kann man nicht übertreffen.

Und Humor hat man bei der Freiwilligen Feuerwehr in Mücheln und ihren Familien! Als ich am Imbiss stand und ein Mann fragte, was denn in der Feuerwehrbowle sei, konnte man sogar über meine Antwort lachen: Feuerwehr natürlich!

Redaktion: Kathleen Brehme

Fotos: Kathleen Brehme

Anzeige

Anzeigen

Die Redakteure der meisten Medien sind nur kurz auf einer Veranstaltung, holen sich ein paar Infos, machen schnell Fotos und ab zur nächsten Veranstaltung. Wir vom Geiseltaler Veranstal-tungsmagazin werden in der Regel die gesamte Veranstaltung Vorort sein und  ausführlich mit Stimmungseinblicken der Gäste, in Wort und Bild, über die jeweilige Veranstaltung berichten. Dieses wird wesentlich näher und informeller als bisher umgesetzt!